MIGAZIN| Horst Seehofer – Senile Bettflucht


Bei Horst Seehofer weicht politische Gegnerschaft einer zunehmend tief empfundenem Mitleid. Und sie weicht dem Wunsch an seine Vorgesetzte, ihn doch bitte endlich aus seinem Amt und in die längst überfällige Rente zu entlassen. Von Sven Bensmann

 

War es hier in der Vergangenheit leicht, Seehofer für seine Aussagen anzugreifen, weil seine menschenverachtenden, teils gewaltverherrlichenden Wortmeldungen Ausdruck einer menschenverachtenden, teils gewaltverherrlichenden Weltanschauung waren, fällt es inzwischen zunehmend schwerer, zwischen politischer Ideologie und seniler Bettflucht zu unterscheiden. Politische Gegnerschaft weicht so zunehmend tief empfundenem Mitleid. Und sie weicht dem Wunsch an seine Vorgesetzte, ihn doch bitte endlich aus seinem Amt und in die längst überfällige Rente zu entlassen.

Dass es sich hier längst nicht mehr um eine politische Frage handelt, sondern um eine des guten Geschmacks, eine Frage von gesundem Menschenverstand vielleicht, zeigt sich im Übrigen auch darin, das nicht nur die allgemeine Zustimmung Seehofers in Deutschland fällt und fällt und fällt – was den eingeschlagenen AfD-Kurs als Antwort auf die anstehende Landtagswahl als großen Fehler beweist – sondern vor allem auch, dass eine Mehrheit der Unionswähler inzwischen Horst Seehofer aus dem Amt jagen will, dass spekuliert wird, Seehofers Altersstarrsinn lasse ihn die Wahl bewusst sabotieren, um seinem Nachfolger zu schaden – und das nur die AfD-Wähler mehrheitlich zu Seehofer stehen.

Die Erkenntnis immerhin bleibt dieselbe: Seehofer muss weg.

 

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