MAZ|CSU in der Krise: Aufstand im etwas anderen Bayern / Partei rebelliert gegen Söder & Co.


KOMMENTAR

Ministerpräsident Markus Söder hat versucht, in der Flüchtlingsfrage den rechten Populisten von der AfD den Rang abzulaufen. Jetzt muss er sich entschuldigen. Den konservativen, katholischen „Herz-Jesu-Sozialisten“ in der CSU geht seine Verächtlichkeit gegenüber Menschen in Not zu weit. Ein Signal für die ganze Republik?

Prutting hat vergangene Woche Gaufest gefeiert. 8000 Trachtler im Dirndl und mit Gamsbart sind durchs Dorf gezogen, Blaskapellen haben aufgespielt, der Veteranenverein hat Fahnen geschwenkt, der CSU-Bürgermeister den CSU-Ministerpräsidenten als Ehrengast begrüßt.

So sind sie, die Bayern. Gestrig. Folkloristisch, fast bis an den Rand des Völkischen. Am liebsten unter sich. Denkt der Rest der Republik und meint, alles verstanden zu haben.

Ministerpräsident Markus Söder hat auch gemeint, alles verstanden zu haben. Er ist eines Besseren belehrt worden. Nicht durch die Massenproteste am Sonntag in München. Sondern durch die CSU-Anhänger in Bayerns stimmstärkstem Regierungsbezirk, die ihn haben wissen lassen: So nicht. Wir mögen diese Kälte nicht.

 

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