ARD| Videos aus Chemnitz: Keine Indizien für Fälschung/ Funke: Rücktritt von Maaßen unumgänglich


Der Chef des Verfassungsschutzes hat die Vermutung geäußert, ein Video aus Chemnitz sei eine gezielte Fälschung. Beweise nennt Maaßen keine. Für ein Fake liegen keine Indizien vor. Inzwischen tauchte ein zweites Video auf.

Gibt es in Deutschland einen riesigen Medienskandal? Folgt man den Äußerungen des Präsidenten des Bundesamts für Verfassungsschutz, Hans-Georg Maaßen, könnten viele Medien auf eine gezielte Falschmeldung hereingefallen sein.

In der „Bild“-Zeitung sagte Maaßen, dem Verfassungsschutz lägen „keine belastbaren Informationen“ darüber vor, dass Hetzjagden in Chemnitz stattgefunden hätten. Zudem zweifelte er Medienberichte an, in denen ein Video aus Chemnitz gezeigt worden war. Dazu sagte Maaßen: „Es liegen keine Belege dafür vor, dass das im Internet kursierende Video zu diesem angeblichen Vorfall authentisch ist.“

„Fake“, um von „Mord“ abzulenken?

Nach seiner „vorsichtigen Bewertung“ gebe es „gute Gründe“ dafür, dass es sich um eine „gezielte Falschinformation“ handele, mit der von dem Mord in Chemnitz abgelenkt werden solle.

Bislang ist juristisch nicht geklärt, ob es sich bei dem Tötungsdelikt um Totschlag oder Mord handelte. Der Haftbefehl, der von Rechtsradikalen im Netz veröffentlicht wurde, führt ein Ermittlungsverfahren wegen Totschlags auf. Das heißt, hier ist Maaßen in seiner Wortwahl ungenau und greift den Ermittlungen und einer möglichen Anklage vor.

Von welchem Video spricht Maaßen?

Maaßen nennt in dem Beitrag keine Details. In der „Bild“-Zeitung ist aber der Screenshot eines Videos zu sehen, das zeigt, wie mindestens eine Person angegriffen wird.

Es ist daher zu vermuten, dass Maaßen sich auf ein Video bezieht, welches auf Twitter und YouTube von einem Konto mit dem Namen „Antifa Zeckenbiss“ veröffentlicht worden war. Dabei handelt es sich um einen anonymen Account. Die Quelle des Videos ist unbekannt.

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