Zeit| Kritik an Behörden nach Anschlag auf jüdisches Restaurant / Sollte der Vorfall verschwiegen werden? #Chemnitz


Der Präsident des Zentralrats der Juden kritisiert die Behörden. Sie haben den Angriff auf ein jüdisches Lokal in Chemnitz erst Tage später öffentlich gemacht.

Nach dem Bekanntwerden einer Attacke gegen ein jüdisches Restaurant in Chemnitz haben nun weitere Vertreter des Judentums mit Entsetzen und Kritik an dem Angriff und an der Art geäußert, wie deutsche Behörden auf ihn reagiert haben.“Die Berichte vom Angriff von Neonazis auf das koschere Restaurant ‚Schalom‘ in Chemnitz haben mich erschüttert“, erklärte der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Josef Schuster, am Sonntag in Berlin. „Für die Versuche einiger Politiker und Vertreter der Sicherheitsbehörden, die Lage in Chemnitz schönzureden, habe ich kein Verständnis.“ Bereits am Samstag hatte das Jüdische Forum für Demokratie und gegen Antisemitismus bemängelt, dass Sicherheitsbehörden die Öffentlichkeit nicht über den Angriff, der bereits am 27. August verübt wurde, informiert hätten.

Nach den Worten Schusters zeigen die „rassistischen Ausschreitungen“ und der Anschlag auf das Restaurant in der sächsischen Stadt, „wie stark der Rechtsextremismus in der Region verwurzelt ist“. Des weiteren kritisierte er: „Beschwichtigungsversuche und eine mangelnde Distanzierung von Rechtspopulisten spielen genau diesen Kräften in die Hände.“ Das Problem müsse beim Namen genannt werden. Das erwarte er vor allem „von denen, die für die innere Sicherheit in Deutschland verantwortlich sind“, sagte Schuster.

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