Kein Sachsen-Bashing!|Nächster sächsischer Justizskandal: Angeklagter Neonazi hatte Internet in der Haft und wohl eine Affäre mit der Schöffin


Seit über einem Jahr läuft der Prozess gegen mutmaßliche Mitglieder der Neonazi-Gruppe Freie Kameradschaft Dresden. Einer der Angeklagten soll laut einem MDR-Bericht ein Verhältnis mit einer Schöffin und Internet in der Haft gehabt haben.

Sachsen erlebt den nächsten Justizskandal. Das MDR-Magazin „exakt“ berichtet von haarsträubenden Pannen im Prozess gegen sechs mutmaßliche Mitglieder der Neonazi-Gruppe Freie Kameradschaft Dresden. Deren Anführer soll Benjamin Z. sein. Z. hatte zu Beginn des Woche behauptet, eine Beziehung mit einer Schöffin des Prozesses gehabt zu haben. Dem Bericht von „exakt“zufolge hat die Schöffin dies nun eingeräumt.

Peinlich könnte die Affäre für das LKA in Sachsen werden. Denn Beamte hatten bereits in Juli das Tablet des Angeklagten in der JVA beschlagnahmt. Angeblich fanden die Ermittler auf dem Computer außer in den Chats keine verfahrensrelevanten Hinweise. Das Magazin „exakt“, dem die Daten des Tablets vorliegen, berichtet hingegen, dass Z. in einer Biografie den Satz schrieb: „Übrigens hatte ich vor der Verhandlung etwas mit der Schöffin.“ Es stellt sich die Frage, wie das LKA solch einen Hinweis, der von großer Bedeutung für das Verfahren ist, übersehen konnte. Die Schöffin ist in so einem Fall befangen.

 

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