Saustall Sachsen!| exakt exklusiv | „Tablet-Affäre“ weitet sich aus: Prozess gegen „Freie Kameradschaft“ ausgesetzt


Die „Tablet-Affäre“ rund um den mutmaßlichen Anführer der „Freien Kameradschaft Dresden“ weitet sich aus. Nun wird der Prozess ausgesetzt – aufgrund mehrerer Befangenheitsanträge gegen Schöffen und Richter.

Das Verfahren gegen Mitglieder der „Freien Kameradschaft Dresden“ am Landgericht Dresden ist bis zum kommenden Freitag ausgesetzt worden. Hintergrund sind mehrere Befangenheitsanträge der Strafverteidiger gegen Schöffen, Richter und Ergänzungsrichter.

Auslöser der Befangenheitsanträge sind Recherchen des MDR-Magazins „exakt“, wonach der Hauptbeschuldigte Benjamin Z. ein Verhältnis zu der Schöffin im Verfahren hatte. Wie MDR „exakt“ aus Kreisen der Verfahrensbeteiligten erfuhr, hat die Schöffin das Verhältnis schon vor einiger Zeit gegenüber dem Ergänzungsrichter und einem weiteren Schöffen offenbart.

Beide sollen diese verfahrensrelevanten Informationen aber nicht weitergegeben haben. Das Verhältnis zwischen Benjamin Z. und der Schöffin soll in die Zeit der vorgeworfenen Taten reichen.

In dem seit mehr als einem Jahr laufenden Verfahren sind fünf Männer und eine Frau wegen Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung, gefährlicher Körperverletzung, Landfriedensbruch und Herbeiführen einer Sprengstoffexplosion angeklagt. Darunter befindet sich der mutmaßliche Rädelsführer der Neonazi-Gruppierung.

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