correctiv| Die AfD im Spendensumpf, 100.000 Euro Strafzahlung


Schweizer Plakatspende und die Folgen für die AfD 

Die undurchsichtigen Spenden an die AfD aus der Schweiz haben Konsequenzen. Laut dem Recherchenetzwerk WDR, NDR und Süddeutsche Zeitung plant die Bundestagsverwaltung, gegen die AfD eine Strafe von 100.000 Euro wegen der Plakatwerbung für Guido Reil im Landtagswahlkampf 2017 zu verhängen.

Diese erste Festsetzung einer Strafzahlung durch die Bundestagsverwaltung im AfD-Spendensumpf ist die Konsequenz einer CORRECTIV-Recherche.

Im Juli 2017 zeigten wir anhand von Guido Reil erstmals, wie die Beziehung zwischen der Schweizer Goal AG und der AfD funktioniert.

Der Bergmann aus Essen war 2016 aus der SPD ausgetreten und in die AfD gewechselt. Im Ruhrgebiet und im Bund ist Reil das AfD-Zugpferd für die sozialdemokratische Stammwählerschaft. 2017 kandidierte Reil als AfD-Steiger für den Landtag, verpasste aber den Einzug. Heute sitzt er für die völkische Partei im Bundesvorstand und kandidiert direkt hinter Parteichef Jörg Meuthen für das Europaparlament.

In der CORRECTIV-Recherche offenbarte Reil exklusiv, wie die Goal AG ihn kontaktiert, wie er eine Freistellungserklärung unterschrieben und er die Parteigremien informiert habe. Reil selbst schätzte den Wert der Plakatspende auf 50.000 Euro.

Die Recherche zeigte den Weg auf, zusammen mit Frontal 21 auch Jörg Meuthen zu überführen; auch er wurde von der Goal AG gesponsert und war bei der Planung eingebunden.

Anders als bei Meuthen versäumte es die AfD den Gegenwert der Plakatspende für Reil frühzeitig an den Bundestag zu überweisen.

Diese CORRECTIV-Recherche könnte nun zu schmerzhaften Strafzahlungen für die AfD führen.

Schweizer Plakatgeheimnis (CORRECTIV)

Quelle: Correctiv

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