AfD Bürgerkriegsgerede| „Bürgerkrieg light“ Empörung über AfD-Chats| Wenn Nazis chatten


Düsseldorf/Münster – Der Richtungs- und Personalstreit innerhalb der AfD in NRW verschärft sich. Auslöser sind radikale und die Nazi-Verbrechen verharmlosende WhatsApp-Äußerungen von lokalen Politikern, auch der Chef des AfD-Bezirks Münster steht in der Kritik. Von Dirk Anger , Frank Polke

Ein Kreisvorsitzender aus dem Rheinland soll laut Recherchen des WDR-Magazins Westpol eine Hasenfigur mit Hitler-Gesicht und der Aufschrift „FroheOstern Kameraden“ versendet haben, ein anderer erklärte in einer Gruppe „Integrativ-Konservativ“ wörtlich, man müsse sich „für das Dritte Reich nicht schämen.“

Hintergrund sind die Bestrebungen der Gruppe „Der Flügel“ um den thüringischen Landesvorsitzenden Björn Höcke , seine Macht in der AfD-NRW zu festigen. Höcke verfügt über Kontakte zu rechtsextremen Kreisen wie der Identitären Bewegung, die verdeckt an einem Staatsputsch arbeiten. Der AfD-Bezirkschef Münster, Steffen Christ (Recklinghausen), scheint diese Idee zu unterstützen. Wörtlich hat er unter anderem geschrieben: „Ohne einen Bürgerkrieg light wie bei Erdogan wird’s nicht laufen“.

Vonseiten des AfD-Kreisverbandes Münster wird jetzt auf ein hartes Vorgehen gegen Christ gedrängt: „Christ muss aus der Partei raus“, fordert der münsterische AfD-Vorsitzende Martin Schiller. Seine Äußerungen seien allen bürgerlichen und konservativen Kräften in der Partei zuwider. In der Partei „koche gerade die Hütte.“  

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