AfD| Hintergrund Parteispendenaffäre Alice Weidel|Ermittler bestätigen Zweifel an Weidels Spenderliste


In der Affäre um eine offenbar teilweise falsche Spenderliste sieht die AfD eine „Verschwörung“ am Werk. Die Liste stamme von der Schweizer Pharmafirma, erklären Parteivertreter. Wurden dem Bundestag Strohmänner genannt?

Führende AfD-Vertreter haben eine Verantwortung für die Weitergabe einer offenbar falsche Namensliste von Spendernamen an die Bundestagsverwaltung abgelehnt. Der AfD-Bundesschatzmeister Klaus Fohrmann sagte der F.A.Z., er kenne die Liste nicht und auch der Bundesvorstand habe sich damit nicht befasst. Er begründete diese Nichtbefassung mit dem Datenschutz, der nicht erlaube, dass die Namen der Spender einem großen Personenkreis zugänglich gemacht würden. Der Sprecher der AfD-Fraktionsvorsitzenden Alice Weidel, Daniel Tapp, erklärte der F.A.Z., die AfD-Bundesgeschäftsstelle habe die Liste bei der Pharmafirma schriftlich angefordert und daraufhin eine Liste erhalten.

Der AfD-Bundesgeschäftsführer Hans-Holger Malcomeß sagte der F.A.Z., man habe das, „was uns übermittelt worden ist, eins zu eins an die Bundestagsverwaltung weitergeleitet“. Es habe keine Prüfung durch die AfD stattgefunden, dazu habe es „keinen Anlass“ gegeben. Tapp äußerte den Verdacht, sowohl die Spenden als auch die Namensliste seien Teil einer Verschwörung, um Weidel zu schaden. Es habe in der Sache keinen Kontakt zwischen der Pharmafirma und Weidel gegeben, um die Frage der Spendernamen aufzuklären, sagte Tapp. Weidel wollte sich am Donnerstag nicht zu den Vorgängen äußern. Auch die Pharmafirma war nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.

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