Focus|Die Ideologie des Christchurch-Attentäters ist auch in Deutschland weitverbreitet


Die Anschläge auf zwei Moscheen in Neuseeland, bei denen mindestens 49 Menschen ums Leben gekommen sind, hat weltweit Entsetzen ausgelöst. Der Täter ist offensichtlich ein rechtsextremer Rassist, der absurde Verschwörungstheorien verbreitet. Extremismusforscher Steffen Kailitz sieht viele Parallen zu Rassisten in Deutschland – und warnt vor wachsender Gewaltbereitschaft.

Offiziell halten sich die neuseeländischenBehörden noch zurück mit Angaben zum politischen Hintergrund und den Motiven der Anschläge auf zwei Moscheen in Christchurch, die mindestens 49 Menschen das Leben kostete. Der 28-jährige Attentäter scheint aber nicht nur die Tat Jahre im Voraus genauestens geplant zu haben, sondern auch die Wirkung in der Öffentlichkeit. Darauf weist neben dem Livestream der grausamen Tat per Helmkamera ein über 70 Seiten starkes Pamphlet hin, das er im Internet verbreitet hat…….

…… Sogar in Parteien und Bewegungen, die sich offen von rechtsextremen Gewalttaten distanzieren – etwa Pegida, die „Identitäre Bewegung“ und die AfD– findet der Begriff „Bevölkerungsaustausch“ rege Verwendung. „Erschreckende Zahlen – der Bevölkerungsaustausch läuft“, heißt es etwa in einer Pressemitteilung des AfD-Fraktionsvorsitzenden Alexander Gauland aus dem April 2017. Damit machen sich diese Bewegungen nicht an solch einer schrecklichen Gewalttat mitschuldig, aber sie tragen die Theorien in die gesellschaftliche Mitte hinein.  

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