MZ| Prozess um tödliche Messerattacke von Chemnitz wirft viele Fragen auf/Braunes Netzwerk seit 90er


Chemnitz macht im Sommer 2018 auf unrühmliche Weise von sich reden. Nach einer tödlichen Messerattacke auf einen 35-jährigen Deutschen werden arabische Migranten als Verdächtige ermittelt. Die Empörung vieler Bürger wird von Rechten genutzt, um Stimmung gegen Flüchtlinge anzuheizen. Es gibt Ausschreitungen, Angriffe auf Ausländer und ausländische Lokale.

Lange kommt die sächsische Stadt nicht zur Ruhe, Nachwirkungen gibt es bis heute. Als am vergangenen Wochenende der Fanblock des Fußball-Regionalligisten Chemnitzer FC eine Trauer-Choreografie für einen gestorbenen Hooligan und Rechtsextremisten zelebriert und der Club dafür seine Stadiontechnik zur Verfügung stellt, ist das Image von der braunen Stadt wieder in aller Munde…….

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Chemnitzer Neonazi-Netzwerk existiert seit den 90ern

Hier fand der Nationalsozialistische Untergrund Ende der 1990er Jahre seinen ersten Unterschlupf, hier konnten Uwe Böhnhardt, Uwe Mundlos und Beate Zschäpe auf Unterstützer bauen. Der Name des jetzt im Stadion betrauerten Mannes, führender Kopf der ehemaligen Hooligan-Gruppierung HooNaRa (Hooligan-Nazis-Rassisten), tauchte bei den NSU-Ermittlungen auf. Ihn hatte man auch bei den Ausschreitungen im Sommer 2018 gesichtet.

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