PewDiePie, Memes und Menschenverachtung – die bizarre Welt, in der sich der Neuseeland-Attentäter radikalisierte


Bento

Sein Manifest ist ein Waffenschrank an rechten Memes

Jan Petter

Kurz, bevor er loszog und mehr als 40 Menschen mit einem Sturmgewehr tötete, hatte der Attentäter von Christchurch noch einen sarkastischen Kulturtipp: „Abonniert PewDiePie!“ Dann stieg er aus dem Auto und filmte sich beim Massenmord, übertragen live auf Facebook.

PewDiePie ist ein schwedischer YouTube-Gamer, ein verantwortungs- und geschmackloser Antiheld, irgendwo zwischen fahrlässiger Comedy und Nazi-Witzen, mit Millionen von treuen Fans. Wie ordnet man die Abo-Werbung des Attentäters ein: Ist sie eine falsche Fährte für die Öffentlichkeit, ein Insider-Gruß an eine Internet-Szene oder beides?

Ungefähr zur gleichen Zeit tauchte ein 74-seitiges Manifest auf. Darin erklären die oder der Täter offenbar ihr Weltbild. Es ist eine Sammlung von Memes, Verschwörungstheorien, Insider-Sprüchen aus der rechten Troll- und Neonazi-Szene und Anspielungen auf weitere Anschläge.

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