Spiegel| AfD-Spendenaffäre: Neue Spur führt zu Unternehmer in der Schweiz


Woher kommen die umstrittenen Spenden an AfD-Spitzenpolitiker? Ein schwerreicher Immobilienunternehmer mit Sitz in Zürich könnte dahinter stecken. Der Fall wird immer dubioser.

Von Sven Röbel

In der Affäre um verdeckte Wahlkampfhilfen und Parteispenden aus der Schweiz an Spitzenpolitiker der AfD gibt es womöglich erstmals eine Spur zu einem mutmaßlichen Geldgeber.

Wie NDR, WDR und „Süddeutsche Zeitung“ in Kooperation mit dem Zürcher „Tages-Anzeiger“ berichten, könnte hinter getarnten Zahlungen an AfD-Fraktionschefin Alice Weidel der 75-jährige Immobilienunternehmer Henning Conle aus Duisburg stehen, der heute in der Schweiz lebt und dessen Familie über ein Vermögen in mindestens dreistelliger Millionenhöhe verfügen soll.

Die Medien berufen sich unter anderem auf Recherchen, wonach ein Mittelsmann, der die Spende an Weidel über seine Zürcher Pharmafirma leitete, „als guter Bekannter“ von Conle gelte. Dessen Familie habe auf Anfragen der Medien nicht reagiert.

Auch dem SPIEGEL und dem ARD-Politikmagazin „Report Mainz“ liegen Indizien vor, die auf das Umfeld Conles deuten. Demnach könnten aus dem Conle-Vermögen auch verdeckte Wahlkampfunterstützungen zugunsten von AfD-Chef Jörg Meuthenfinanziert worden sein.

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