LVZ| Leipzigs AfD-Hochburg: Auf Spurensuche in Liebertwolkwitz


Im Leipziger Ortsteil Liebertwolkwitz hat die Alternative für Deutschland (AfD) ihr bestes Ergebnis bei den Leipziger Stadtratswahlen eingefahren. Auch die Bewohner suchen nach den Gründen.

Rein statistisch gesehen, ist Liebertwolkwitz unter den 14 Leipziger Ortschaften eher unauffällig. Laut dem Leipziger Amt für Statistik und Wahlen liegt das persönliche Nettoeinkommen mit 1504 Euro etwa 200 Euro über dem Leipziger Durchschnitt, die Arbeitslosigkeit ist mit fünf Prozent gering, mehr als die Hälfe der Bewohner verfügt über eine abgeschlossene Berufsausbildung. Wie in vielen Außenbezirken sind die Menschen hier im Schnitt etwas älter als in den Innenstadtbezirken. Hier im südöstlichsten Zipfel der Messestadt scheint auf den ersten Blick alles in Ordnung zu sein, Einfamilienhäuser säumen die Straßen, das zitronengelbe Rathaus leuchtet in der Sonne auf dem hübsch sanierten Markt. Die Einwohner nennen den Ort liebevoll „Wolks“.

Doch es gibt eine weitere Statistik, die heraussticht: In dem 5400-Einwohner-Ort hat die AfD bei den Leipziger Stadtratswahlen ihr höchstes Ergebnis erzielt. Über 28 Prozent der Wählerinnen und Wähler haben, bei einer Wahlbeteiligung von 58 Prozent, für die AfD gestimmt, bei den Bundestagswahlen 2017 waren es 29,1 Prozent.

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