Focus|Und dann sagt Merkel wieder: „Wir schaffen das“*


Und dann sagt Merkel wieder: „Wir schaffen das“*

…Dann zieht die Kanzlerin eine Schleife zu jenem Satz, für den sie parteiintern in der Migrationsdebatte schwer gescholten worden war. Es seien vielmehr Politiker nötig, die sagten: „Wir schaffen das“, verlangt Merkel. Sie habe damals gewusst, dass der Umgang mit den Flüchtlingen eine große Aufgabe in einer Ausnahmesituation sei. „Aber ich war immer davon überzeugt: So eine große Aufgabe stemmt man besser, wenn man sagt: wir schaffen das.“ Will heißen: So eine Einstellung erwarte sie sich bitte schön jetzt von der Partei.

Dann zieht Merkel auch noch die Grünenals positives Beispiel heran, die in Umfragen teils deutlich an der Union vorbeigezogen sind. Die Grünen würden ziemlich froh in die Zukunft schauen und beim Klimaschutz sagen: „Wir haben dafür Konzepte, und das ist ’ne harte Anstrengung. Aber wir können das hinkriegen.“

Merkel weiter: „Das muss die CDU auch wieder machen: Sie muss die Themen aufnehmen der Menschen. Sie darf nicht irgendwie den Eindruck erwecken, als würden wir uns mit den Themen nicht auseinandersetzen.“ Die CDU müsse sagen: „Ja, wir haben schon ganz andere Dinger hingekriegt.“ Nun müsse es endlich heißen: „An die Arbeit und in die Hände gespuckt.“…

..

….Mehr Selbstbewusstsein wünscht sich die Kanzlerin von ihrer Partei: Sie selbst überlege sich ja auch, was sie tue und sei „nicht gleich eingeschüchtert, wenn mir einer sagt, das war aber jetzt alles nix“. Sie habe Gegenargumente, „und da muss man sich austauschen“.

Das Wichtigste sei, „dass man erstmal offen darauf reagiert und nicht gleich abwehrt und sagt, ist alles nichts“. Es sei doch durchaus bemerkenswert, dass sich ein junger Mensch wie Rezo über so viele Minuten mit Politik auseinandersetze. „Das sollten wir aufnehmen. Auch als CDU oder als Politik insgesamt.“ Die Sätze dürften AKK in den Ohren klingen….

weiterlesen

*Die Bundeskanzlerin bei ihrem Besuch in Goslar

%d Bloggern gefällt das: