Hajo Funke|“I can’t breath“ – Trump spaltet


#Blacklivesmatter

Symbol des Widerstands gegen Trump

Den achten Tag in Folge USA-weite Proteste, Wut und Trauer über den Mord an George Floyd durch rassistische Polizisten in Minneapolis. Eine Tochter ohne ihren Vater George Floyd. Die wiederaufgerissene Wunde.

Ein entschiedener Joe Biden: „The original sin of slavery stains our country today“ (Die Ursprungssünde der Sklaverei befleckt unser Land bis heute). Ein um Worte ringender Justin Trudeau in Kanada. 

Der Rassismus in den Vereinigten Staaten ist trotz einer in Teilen offener gewordenen Gesellschaft institutionell. George Clooney bezeichnet ihn als „unsere Pandemie“: „Wir sind alle infiziert, und in 400 Jahren haben wir noch keinen Impfstoff gefunden.« Er durchzieht die gesellschaftlichen Institutionen: die Polizei. Die Bildung, die Arbeit und die Gesundheit. “These are times of grief for those of us who love America and its promise; I know people who have been spontaneously breaking into tears, and the rest of us are walking around in a kind of stupor.” (Paul Krugman, New York Times)

Sie haben einen Präsidenten, der aus seinem Bunker um sich schlägt, sich im Krieg wähnt, um sich twittert und damit polarisiert, Öl in die Flammen des Protests schüttet, die Demonstranten als Mob verachtet und es wagt, Antifas zu Terroristen zu erklären. Statt auf die Probleme einzugehen. Er wiederholt, was er anlässlich des großen Auftriebs rechtsextremer und gewaltbereiter Neonazis und des KKK in Charlottesville im August 2017 gemacht hat, als er sich auf die Seite rassistischer Polarisierer geworfen hat. Er ist Teil des Problems, das die Vereinigten Staaten erneut erfasst und wenn er so weiter zuspitzt, an den Rand eines Bürgerkriegs zu treiben droht. Er will den Einsatz der Armee. Madeleine Albright hat recht, wenn sie in ihrem jüngsten Buch vor Faschismus warnt, vor der Zerstörung durch Gewalt und nicht zuletzt vor der Zerstörung der Demokratie selbst.

Als Teil des Problems löst Trump so weder die sich aufstapelnden Krisen in seinem Land selbst wie in der Welt, sondern verschärft sie und kann selbst das, was er betreibt, nicht zu Ende führen. Er ist gefährlich schwach und kann weder die Auseinandersetzung im Handelskrieg mit China, noch die Zuspitzung gegenüber dem Iran noch seine Unterstützung der Annexionspläne in Israel zu Erfolgen führen.

Unendliche Trauer. Unendliche Wut – auch in Berlin 

Tausende in tiefer Trauer und noch größerer Wut über den rassistischen Mord an George Floyd – Spontan am Samstagnachmittag vor der US-Botschaft, der ersten großen Demonstration, einen Tag später in Kreuzberg. Wie in Paris – und erneut am 6.6. um 14 Uhr am Potsdamer Platz in Berlin.

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Sie riefen:

„No Trump. No KKK. No Racist USA !!!“

„Black lives matter!“

I’m not black, but I see and hear you I’m not black, but I mourn with you

I’m not black, but I will fight for you

I’m not black, but I want justice for you I’m not black, but I have sympathy for you

I’m not black, but I love U

I’m not black, but I stand for you

(Charleston Daily)

(HF, 3.6.)

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